
In der Glasproduktion ist eine langsame Erwärmung der Glaselemente durch eine Lampe oder einen Heizpunkt auf der Glasfläche kein geringfügiges Problem – es handelt sich dabei um Ausschuss. Bei der Vergütung des Glases, beim Biegen sowie bei der Vorbereitung für die Beschichtung spielt der Heizzyklus eine entscheidende Rolle für die Produktivität. Gleichzeitig ist eine gleichmäßige Temperaturverteilung wichtig, damit die Qualität der beschichteten und laminierten Produkte gewährleistet bleibt. Eine hitzefeste Glühbirne, die auf Near-Infrared-Technologie beruht, löst beide Probleme gleichzeitig.
NIR-Lampen liefern gerichtete Strahlung mit schneller elektrischer Reaktion – dadurch erwärmt sich die betreffende Stelle genau dann, wenn es im Prozess erforderlich ist – und nicht erst nach mehreren Minuten Wartezeit. Dadurch entsteht ein stabiles, gleichmäßiges Wärmefeld auf der Glasoberfläche. Dies reduziert die thermischen Belastungen und sorgt für eine konstante optische Qualität der beschichteten und laminierten Produkte. Wir verwenden hitzefeste Wolfram-Halogen-Filamentlampen, die in Quarzgehäuse eingeschlossen sind. Dadurch können sie wiederholten thermischen Belastungen standhalten und eine konstante Leistung liefern. Die typischen Spannungsbedingungen liegen zwischen 240 V und 480 V. Die Lampen verfügen über kompakte Gehäuse sowie Standardanschlüsse, sodass sie problemlos in bestehende Heizmodule eingebaut werden können.
Warum das wichtig ist: Es geht dabei um die Betriebszeit und die Produktivität. Eine schnellere Erwärmung verkürzt die Prozesszeiten, ohne dass die Öfen Überlastungen erfahren. Die gerichtete Strahlung verringert außerdem die Konvektionsverluste und stellt sicher, dass die Energie genau dort eingesetzt wird, wo sie benötigt wird. Dadurch sinkt der Energieverbrauch pro Teil. Eine gleichmäßige Wärmeverteilung reduziert zudem die Spannungen an den Rändern des Glases, was wiederum die Bruchrate beim Vergüten und Biegen verringert. Zudem ermöglicht eine gleichmäßige Erwärmung eine zuverlässige Trocknung von EVA-, SGP- und PVB-Laminaten. Wir haben diese Lampen bereits mehr als 5.000 Stunden lang eingesetzt – mit weniger als 5% Leistungsabfall. Das bedeutet weniger Lampenwechsel und weniger Unterbrechungen in der Produktion.
Ein paar praktische Hinweise: NIR-Lampen erfordern präzises Ausrichten sowie saubere Reflektoren. Die Montagegenauigkeit muss hoch sein – eine falsche Ausrichtung führt zu ungleichmäßiger Wärmeverteilung. Halten Sie die Lampe frei von Beschichtungen und Verunreinigungen. Überprüfen Sie außerdem die Spannung sowie die Geometrie der Reflektoren im Vergleich zum ursprünglichen Modul. Für beste Ergebnisse sollte das Spektrum der Lampe an die Absorptions Eigenschaften des Glases sowie der Dämmschichten angepasst werden. Die thermischen Bedingungen sollten außerdem mithilfe eines Pyrometers überprüft werden.